Die MPU musste kürzlich ein guter Freund von mir durchführen. Er war nach einem Streit mit seiner Freundin in angetrunkenem Zustand nach Hause gefahren und wurde dabei von der Polizei erwischt. Sie musste einen Blutalkoholwert von 1,6 Promille feststellen, woraufhin es zum Führerscheinentzug kam. Nun ist seine Sperrfrist abgelaufen und er konnte die MPU durchführen, um die Fahrerlaubnis wieder zurück zu erlangen.
Mit knapp um die 500 Euro Kosten musste er zurecht kommen, rein für die Untersuchung. Ein oft angeratener Vorbereitungskurs war im Preis noch nicht enthalten. Der Ablauf der Untersuchung war ebenfalls sehr undurchsichtig. Vor Ort angekommen musste er verschiedene körperliche Untersuchungen über sich ergehen lassen. Eine Haaranalyse wurde durchgeführt, die Leberwerte überprüft. Damit sollte festgestellt werden, wie oft oder viel Alkohol mein Freund in den letzten Monaten getrunken hat. Wären hier negative Werte herausgekommen, die zu hoch lagen, hätte er die MPU nicht bestanden und somit seinen Führerschein nicht zurück erhalten.
Auch einige Reaktionstests wurden durchgeführt. Er sagte, damit wollte man feststellen, ob er in der Lage sei, im Straßenverkehr schnell genug zu reagieren. Auch ein paar Fragen musste er beantworten, wobei ein paar wohl untertrieben ist. Das Gespräch mit dem psychologischen Gutachter, was oftmals als wichtigster Bestandteil der MPU auf online-mpu.de angesehen wird, dauerte mehr als eine Stunde. Dabei wollte der Gutachter die Einstellung meines Freundes zum Alkohol herausfinden, warum es zur alkoholisierten Fahrt kam und wie er künftig solche Probleme vermeiden will.
Nachdem mein Freund nun einige Stunden in den Räumlichkeiten der Gutachter verbracht, alle Fragen beantwortet hatte, erhielt er eine vorläufige Prognose. Die Endergebnisse kamen erst zwei Wochen später, weil die Untersuchungen der Leberwerte in einem externen Labor erfolgten.